Marlink-Bericht deckt zunehmende Cyberrisiken auf, die durch Benutzerzugangsdaten und menschliches Versagen verursacht werden
Die Analyse realer Vorfälle zeigt, dass Angreifer sich auf strukturelle Schwachstellen in vernetzten und verteilten Umgebungen konzentrieren

Oslo und Paris, [Veröffentlichungsdatum]. Marlink, ein weltweit führender Anbieter sicherer Managed Services für geschäftskritische digitale Lösungen, hat seinen „Cyber Intelligence Report for Remote Operations 2026“ veröffentlicht, in dem hervorgehoben wird, wie sich entwickelnde Cyberbedrohungen das Risiko von Betriebsstörungen in den Bereichen Schifffahrt, Energie, Unternehmen und kritische Infrastruktur erhöhen.
Der Bericht spiegelt die zunehmende Gefährdung durch Sicherheits-, Betriebs-, Finanz- und Reputationsrisiken wider, da die digitale Abhängigkeit in Remote-Umgebungen zunimmt. Basierend auf der kontinuierlichen Überwachung durch globale Security Operations Centres (SOCs) und mehr als 200 Cybersicherheitsbewertungen identifiziert er eine deutliche Verschiebung in der Art und Weise, wie Angriffe stattfinden. Zu den wichtigsten Erkenntnissen gehören:
- Vertrauenswürdige Zugänge und Anmeldedaten sind mittlerweile die primären Angriffswege
- Die zunehmende Integration von IT und OT hat die Angriffsfläche vergrößert
- Der menschliche Faktor ist weiterhin die Hauptursache für die anfängliche Kompromittierung
Diese Schwachstellen ermöglichen es Angreifern, vertrauenswürdige Zugriffspfade auszunutzen, wodurch Vorfälle schwerer zu erkennen sind und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass Cyberangriffe zu Netzwerk- und Betriebsausfällen führen. Identitätsbasierte Angriffe dominieren mittlerweile: Der Bericht stellt fest, dass 69 % der beobachteten Risiken mit kompromittierten Benutzerzugangsdaten in Verbindung standen, verglichen mit 12 % im Zusammenhang mit traditionellen technischen Schwachstellen – ein Zeichen für eine entscheidende Veränderung im Verhalten der Angreifer.
Dem Bericht zufolge vergrößert die IT/OT-Konvergenz die Angriffsfläche in digitalisierten Betriebsabläufen auf Schiffen und an Industrieanlagen in abgelegenen Landgebieten weiter. Im Jahr 2025 nutzten 60 % der untersuchten Standorte eine gemeinsam genutzte Infrastruktur, über 70 % wiesen undokumentierte oder unzureichend gesicherte Verbindungen auf, und 30–40 % der OT-Ressourcen waren zunächst unbekannt oder nicht verwaltet. Diese Lücken werden zunehmend über vertrauenswürdige Zugänge statt über Malware ausgenutzt.
Der Faktor Mensch bleibt ein zentraler Schwerpunkt in der Cybersicherheit. Phishing-Simulationen zeigten, dass 20 % der Nutzer auf bösartige Links klickten und 11 % Zugangsdaten preisgaben, während nur 11 % Vorfälle meldeten. Ransomware nimmt weiter zu: Die Zahl der in den von Marlink überwachten Umgebungen festgestellten Vorfälle stieg von 5.740 im Jahr 2024 auf 7.793 im Jahr 2025. Mehr als die Hälfte dieser Vorfälle richtete sich gegen die Bereiche Transport, Energie und Fertigung. In maritimen Umgebungen konzentrierten sich 82 % der Warnmeldungen auf die Netzwerkbereiche der Besatzung, was bestätigt, dass benutzerseitige Systeme die primäre Angriffsfläche darstellen.
Die Daten bestätigen eine deutliche Veränderung in der Art und Weise, wie sich Cyberbedrohungen in Remote-Umgebungen manifestieren. Die Behebung dieser strukturellen Schwachstellen erfordert mehr als nur zusätzliche Tools. Sie erfordert ein „Identity-First“-Sicherheitsmodell, eine strengere Kontrolle des vertrauenswürdigen Zugriffs sowie eine engere Integration zwischen Cybersicherheit und operativer Infrastruktur. Maßnahmen wie Multi-Faktor-Authentifizierung, Netzwerksegmentierung zwischen IT und OT, kontinuierliche Überwachung und gezielte Sensibilisierungsprogramme für Benutzer sind entscheidend, um Risiken zu minimieren und die Widerstandsfähigkeit in Remote-Umgebungen zu verbessern.
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