Mehr Bandbreite bedeutet ein höheres Risiko
Das gestiegene Bewusstsein und die verstärkte Aufmerksamkeit für Bedrohungen der Cybersicherheit sind eine willkommene Entwicklung, die zu einer Zeit eintritt, in der die Zahl der Angriffsvektoren aufgrund der Verfügbarkeit neuer Netzwerklösungen im niedrigen Erdorbit (LEO) zunimmt.

Viele Jahre lang war die Schifffahrtsbranche durch die geringe Bandbreite auf See praktisch vor zahlreichen Cyberrisiken geschützt. Die Verfügbarkeit neuer Dienste wie LEO-Satellitennetzwerke ermöglicht eine kontinuierliche Konnektivität und eine komplexere Systemintegration. Dies erhöht potenziell die Anfälligkeit und die Gefährdung durch externe Bedrohungen, was den Bedarf an umfassendem Cyberschutz verstärkt.
Eine permanente Internetverbindung, wie sie durch LEO ermöglicht wird, verwandelt ein Schiff von einem Objekt mit regelmäßigem, aber begrenztem Internetzugang in eine Welt interaktiver, ständig aktualisierter Internet- und Social-Media-Inhalte.
Aus Sicht der Cybersicherheit kann eine stärkere Konnektivität an Bord auch neue Risiken mit sich bringen; da mehr Nutzer, Anwendungen und Geräte mit dem Internet verbunden sind, gibt es mehr potenzielle Angriffspunkte, die Cyberkriminelle ausnutzen können. Die Zunahme des Internetzugangs über LEO-Satellitendienste fällt in eine Zeit, in der immer häufiger vor der Gefahr gewarnt wird, dass politisch und wirtschaftlich motivierte Hacker den maritimen Sektor ins Visier nehmen könnten.
Reeder müssen sich zudem bewusst sein, dass bei LEO-Satelliten die in einem gemischten Netzwerk eingesetzten Cybersicherheits-Tools sowohl über herkömmliche Satcom-Gateways als auch an Bord des Schiffes geschützt werden müssen.
Um dieses Risiko zu bewältigen, bietet Marlink fortschrittliche Tools zur Verwaltung und Überwachung des Netzwerkverkehrs, zur Sicherung einzelner Geräte und zur Suche nach bekannten Risiken an, um die Ausnutzung des Schiffsnetzwerks und der Geräte zu verhindern.
Fallstudie: Authentifizierung und Zugriffskontrolle
Sowohl IT- als auch OT-Netzwerke fallen regelmäßig bei Audits durch, weil keine robusten Authentifizierungs- und Zugriffskontrollen implementiert sind, was Cybersicherheitsbedrohungen verschärfen kann. In extremen Fällen kann es sogar vorkommen, dass Besatzungsmitglieder nicht autorisierte Geräte verwenden, die einfach und kostengünstig zu erwerben und an Bord zu bringen sind.
In jedem Fall stellen die Auswirkungen einer größeren Anzahl von mit dem Internet verbundenen Geräten eine höhere Bedrohung dar und können zu unbefugtem Zugriff und Netzwerkverletzungen führen, was sich auf kritische Betriebsabläufe und die Datenintegrität auswirkt.
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