Sicherheit in der Schifffahrt: Wie Marlink Stör- und Manipulationsversuchen entgegenwirkt
Die Seeschifffahrt ist zunehmend von GNSS-Störungen wie Störsignalen und Spoofing betroffen, was mehrschichtige Abwehrmaßnahmen und widerstandsfähige Navigationssysteme erforderlich macht.

Die genaue Kenntnis der Position Ihres Schiffes war noch nie so wichtig wie heute. Reeder und Betreiber verlassen sich auf globale Navigationssatellitensysteme (GNSS) – GPS, Galileo, GLONASS und BeiDou – für eine präzise Positionsbestimmung und Zeitmessung. Diese Signale werden von Satelliten in über 20.000 km Entfernung gesendet und erreichen die Schiffe auf See nur noch als extrem schwache Signale, wodurch sie anfällig für Störungen sind.
In den letzten 25 Jahren haben sich gezielte RF-Cyberangriffe – durch GNSS-Störsignale und -Spoofing – zu Instrumenten geopolitischer Störung entwickelt. In einem aktuellen Fall führten gefälschte Signale dazu, dass ein Containerschiff in der Nähe von Dschidda auf Grund lief. Da fast 20 % des weltweiten Öl- und Gastransports strategische Engpässe wie die Straße von Hormus passieren, kann schon ein einziger Vorfall Auswirkungen auf den Welthandel haben.
Wo liegt die Gefahr?
- Störsignale, eine Form von RF-Cyberangriffen, überfluten Empfänger mit Rauschen und blockieren echte Signale.
- Spoofing, eine weitere RF-basierte Taktik, ist heimtückischer: Gefälschte Signale ahmen echte nach und täuschen Systeme so, dass sie falsche Positionen melden.
Diese Angriffe sind kostengünstig durchzuführen, haben aber schwerwiegende Folgen. Mitte 2025 störten Interferenzen auf wichtigen Schifffahrtsrouten das AIS auf Hunderten von Schiffen und reduzierten den Verkehr durch wichtige Seekorridore innerhalb weniger Tage um bis zu 25 %. Die Besatzungen sahen sich widersprüchlichen Daten zwischen elektronischen Seekarten, Radar und visuellen Peilungen gegenüber.
Die Folgen gehen über die Navigation hinaus: Falsche Positionsangaben bergen das Risiko von Kollisionen, Festhaltemaßnahmen und Verzögerungen, die die Treibstoffkosten und Versicherungsprämien in die Höhe treiben. Die Sicherheit der Besatzungen steht auf dem Spiel. In Anbetracht dessen warnen die ITU, die IMO und die ICAO, dass RF-Cyberangriffe den globalen Verkehr bedrohen, und fordern die Regierungen nachdrücklich auf, GNSS zu schützen und traditionelle Hilfsmittel aufrechtzuerhalten. Europa reagiert mit Plänen zur Stärkung von Galileo durch Authentifizierung und Redundanz über mehrere Umlaufbahnen.
Die Reaktion von Marlink
Als Vorreiter im Bereich Fernkonnektivität und Netzwerkorchestrierung erlebt Marlink diese Eskalation hautnah mit. Unser Helpdesk bearbeitete früher alle zwei Wochen eine GPS-Anfrage; bis Mitte 2025 unterstützten wir bis zu 150 Schiffe pro Monat. Im Juli warnte Marlink-Präsident Tore Morten Olsen in Splash 24/7 (Artikel lesen), dass Angriffe im Roten Meer mittlerweile auch GPS-Spoofing umfassen, wodurch Schiffe mit unmöglichen Geschwindigkeiten oder an Land vor Anker liegend erscheinen – was sich auf vorgeschriebene Sicherheitssysteme auswirkt.
Resilienz beginnt auf der Brücke. Papierkarten, Sextanten und Kompasse bleiben unverzichtbare Ausweichmöglichkeiten. Die Besatzungen werden daran erinnert, Navigationsgeräte niemals auszuschalten, da Spoofing-Angreifer Zonen erzeugen können, die echte Signale blockieren.
Marlink investiert in mehrschichtige Lösungen:
- Fortschrittliche Empfänger, die Signalwinkel und -timing analysieren, um echte Satellitenübertragungen von landgestützten Störungen zu unterscheiden.
- Netzwerkweite Überwachung zur Erkennung von Anomalien in den Positionsdaten.
Diese Innovationen entsprechen den Forderungen der Branche nach Multi-Konstellations-Empfängern, Signalen aus der erdnahen Umlaufbahn und eigenständigen Navigationssystemen.
Sicheres Navigieren und Weitergabe der Botschaft
Resilienz hängt von Bewusstsein, Redundanz und Übung ab. Brückenteams sollten verstehen, wie RF-Cyberangriffe wie Störsignale und Spoofing funktionieren, unwahrscheinliche Positionen oder Geschwindigkeiten erkennen und Daten gegenprüfen. Schiffe benötigen Multi-Konstellations-Empfänger und alternative Systeme, während manuelle Fähigkeiten weiterhin unerlässlich sind.
Die Meldung von Vorfällen an Marlink und die Behörden fördert das Situationsbewusstsein und treibt regulatorische Maßnahmen voran. Angesichts der Trends in den Bereichen Versicherung und Compliance hin zu einer widerstandsfähigen Navigation ist die Investition in Schulungen und Technologie heute nicht nur sinnvoll – sie ist unverzichtbar.
Sind Sie bereit, Ihre Navigationsresilienz zu stärken?
Kontaktieren Sie Marlink, um zu besprechen, wie Sie Ihre Flotte vor GNSS-Störungen schützen und die Betriebskontinuität aufrechterhalten können.
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